Thermokoagulation (EVRF) mit dem FCARE Radiowellengenerator      

       

Couperose
Couperose

Vorbemerkung: Wie auch bei der klassischen Verödung: Eine perfekte, garantiert erfolgreiche Therapie der Besenreiservaricosis gibt es nicht. Auch nach Thermokoagulation können Besenreiser wieder auftreten, oder teilweise trotz korrekter Behandlung nicht - oder nicht komplett - verschwinden. Eine optische Besserung der meisten Befunde ist möglich. 

Insgesamt tut man jedoch gut daran, seine Erwartungshaltung bezüglich der einzelnen Methoden - trotz oft gegenteiliger Informationen in der Werbung - nicht zu hoch anzusetzen. Das erspart manche Enttäuschung.


 

Thermokoagulation:

Eine (modernere) Variante der Besenreiserbehandlung stellt die Thermokoagulation, bzw.die monopolare Radiofrequenz-Therapie (EVRF) dar.

Matting
Matting

Mit dieser Methode können vor allem sehr kleine Gefäße, welche für die klassische Verödungsbehandlung zu klein sind, behandelt werden, also z.B. Besenreiser, Teleangiektasien, Couperose, Rosacea, Spider Naevi, Blutschwämmchen, sowie das eventuell als unerwünschte Nebenwirkung nach Sklerosierung auftretende „matting“.

 

Thermokoagulator

Die Verödung durch Radiowellen mit dem Thermokoagulator (TC3000) oder dem EVRF Radiowellen-Generator ist rechts schmerzarm; auf eine örtliche Betäubung kann in aller Regel verzichtet werden. Die zur Behandlung verwendeten Spezial-Nadeln verfügen über eine spezielle Teflon-Beschichtung, um ein Verkleben der Nadel zu verhindern. So kann der Wärmeimpuls punktgenau nur über die nicht isolierte Nadelspitze auf das Gefäß einwirken.

 

Thermokoagulation
Thermokoagulations-Nadel

Die abgeschrägte Mikro-Nadelspitze wird oberhalb des Problemgefäßes auf die Hautoberfläche aufgesetzt, aber nicht eingestochen. Per Fußschalter wird nun ein Wärmeimpuls (Radiowelle) ausgelöst. Dadurch zieht sich die Nadelspitze etwas in die oberste Hautschicht ein und kann punktgenau (transkutan = durch die Haut) auf das Gefäß einwirken. Umliegendes Gewebe wird durch die abgeschrägte Spitze und die Antihaft-Beschichtung deutlich mehr geschont als bei anderen Verfahren. Durch die gezielte Erhitzung gerinnt das Eiweiß in Blut und Gefäßwand. Das Gefäß schrumpft und wird geschlossen. 

Die auftretende Temperatur liegt bei etwa 60 ° C. und wird durch den Generator überwacht und bei Bedarf abgeriegelt.

 

Quaddelbildung nach FCARE
Quaddelbildung nach Thermokoagulation

Je nach Hauttyp reagiert die Haut nach der Koagulation mit Rötung oder Quaddelbildung, die in der Regel innerhalb von 30 Minuten von alleine zurück gehen. Es ist keine Kompression erforderlich und eine sofortige Mobilität ist gewährleistet. Am Behandlungstag sollte keine Creme auf die behandelten Stellen aufgetragen werden und auf den Besuch von öffentlichen Bädern oder Saunen verzichtet werden.

 

Mikroverkrustungen
Mikroverkrustungen nach Thermokoagulation

Ab dem 1. Tag nach der Behandlung bilden sich kleine Mikroverkrustungen an den Stellen, an denen die feine Nadelspitze in die oberste Hautschicht eingedrungen ist. Diese Krüstchen fallen im Gesicht nach wenigen Tagen, an den Beinen nach 2-3 Wochen ab. Durch den Schrumpfungsprozess des Gefäßes wird das Blut aus den Besenreisern ausgepresst, das Gefäß verschwindet, Hautverfärbungen, welche bei der Verödung oft ein Problem darstellen, sind möglich, aber eher selten.

 

Die Behandlung kann zu jeder Jahreszeit vorgenommen werden.

 


 

 

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