Radiowellenkatheter (VNUS Closure FAST)       

           

Da viele Patienten gegen die Vorstellung des „Ziehens“ einer Vene Bedenken entwickelten, wurde im Rahmen der generellen Weiterentwicklung in der Medizin auch über Alternativen zur Stripping-Operation nachgedacht.

 

Basis dieser Überlegungen war die Einführung eines Katheters in die Stammvene über welchen Wärme- oder mechanische Energie zugeführt wird. Dies führt zur Schädigung der Venenwand, die Vene schrumpft, nachfolgende Gerinnungsvorgänge führen zum Verschluss der Vene.

 

Zur Zeit stehen mehrere Methoden zur Verfügung, welche sich vor allem durch die verwendeten Katheter unterscheiden.

 

  • Bei der Lasermethode (ELVeS®) erfolgt  das Erhitzen der Vene über einen eingeführten Laserkatheter, welcher dann an der Spitze Temperaturen von 700 bis 1000°C aufweist.
  •  Beim RFITT-Verfahren befinden sich Elektroden an der Katheterspitze, über welche eine Erhitzung der Vene erfolgt.
  •  DieSteam-Vein-Sclerosis-Methode verwendet hierzu heißen Dampf mit bis zu 150°C.
  • Beim ClariVein-Verfahren wird ein Katheter eingeführt, an dessen Spitze ein kleiner Draht rotiert, der die Vene direkt schädigt, ausserdem sorgt eingespritztes Verödungsmittel für den Venenverschluss
  •  Beim VNUSClosure FAST-Verfahren wird über eine 7 cm lange Elektrode an der Katheterspitze Radiowellenenergie zugeführt, was zu einer Erhitzung der Vene auf 120°C und ihrem nachfolgenden Verschluss führt.

 

VNUS Closure FAST
Closure Fast-Gerät

VNUS Closure FAST ist nach unserer Meinung das wissenschaftlich am Besten untersuchte Verfahren, es weist die besten Langzeitergebnisse auf, die Handhabung ist einfach, die Komplikationsrate außerordentlich gering.  

In den Leitlinien der  Amerikanischen Gefäßchirurgischen Gesellschaft (Society for Vascular Surgery) und des American Venous Forum wurde die VNUS Closure Fast-Methode als der klassischen Varizen-Operation überlegen gewertet und ihre Anwendung als Behandlungsmethode der ersten Wahl empfohlen (J Vasc Surg 2011;53 : 2S-48S).

 

Vorteile des VNUS Closure FAST-Verfahrens:

 

  • Kosmetisch: Durch die moderne Kathetertechnik entstehen minimale bis keine Narben, grössere chirurgische Schnitte entfallen.
  • Beschwerden: Die Beschwerden nach der Behandlung sind gering. In aller Regel sind die Patienten in der Lage, nach 1 -2 Tagen ihren üblichen Aktivitäten wieder nachzugehen, längere Krankschreibungsdauern entfallen.

 

Wir sind stolz darauf, Ihnen diese Behandlungsmethode in unserem Venenzentrum anbieten zu können.

 

Weitere Informationen zu VNUS Closure FAST finden Sie über folgenden Link: www.vnus.de

 

Praktischer Ablauf:

 

Der Eingriff wird ambulant entweder in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose vorgenommen.

 

Einführen des Katheters
VNUS Closure FAST Katheter

Unter Ultraschallkontrolle wird die zu verschließende Vene unterhalb des Knies punktiert und der Closure FAST-Katheter eingeführt. Die Lage der Katheterspitze wird ebenfalls durch Ultraschall kontrolliert, bevor die Behandlung begonnen wird. Durch Wärmezufuhr wird ein jeweils 7 cm langes Venensegment verschlossen, der Katheter zurückgezogen und das nächste Venenstück behandelt, bis die Venen in gesamter Länge keinen Blutdurchfluss mehr aufweist. Dann werden ebenfalls zuvor markierte Seitenäste durch Mini-Einstiche entfernt, das Bein gewickelt, bzw. mit einem Kompressionsstrumpf versehen, die Behandlung ist beendet.

 

Katheterposition in der Leistenregion

Nach kurzer Nachbeobachtungszeit können Sie die Praxis wieder verlassen.

 

Verschlußsegmente
Verschlussbereiche der Vene

Die Tragezeit des Kompressionsstrumpfes nach der Behandlung richtet sich nach der Menge der entfernten Seitenäste und liegt in aller Regel zwischen 1 bis maximal 2 Wochen.

 

Behandlungskosten:

 

Die Behandlung durch das VNUS Closure Fast Verfahren wird von den Privatkassen in aller Regel übernommen, es empfiehlt sich aber zuvor einen Kostenvoranschlag einzureichen.

Zunehmend wird das Verfahren auch von gesetzlichen Krankenkassen finanziert, vor allem aus dem Bereich der Betriebskrankenkassen, mit denen zum Teil Sonderverträge abgeschlossen wurden. Für die anderen Kassen erstellen wir gerne für Sie einen Antrag zur Kostenübernahme, der dann bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse eingereicht werden kann.

Falls Ihre gesetzliche Krankenkasse sich nicht bereit erklärt, die Kosten zu übernehmen, erfolgt die Abrechnung für Kassenpatienten, welche mit dem VNUSClosure FAST-Verfahren behandelt werden möchten, durch privatärztliche Rechnungsstellung.

 

Sollten Sie an dieser Behandlungsform Interesse haben, sprechen Sie uns an.

Wir sind gerne für Sie da.

 

 

Zum Seitenanfang