Zur Behandlung größerkalibriger Venen bietet sich die Mikro-Schaumverödung an:
Bei dieser moderneren Form der Verödungstherapie wird vor Injektion das Verödungsmittel in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Luft vermischt (aufgeschäumt), der Schaum wird dann injiziert und haftet länger an der Gefäßinnenwand. Die Menge des benötigten Sklerosierungsmittels ist dadurch geringer, die Wirkung hält länger an, die Injektion kann durch die Luftbeimengung mittels Ultraschall kontrolliert werden (Echosklerosierung). Auch kann der Schaum bei langen Venenverläufen durch feinste, in die Vene eingeführte Mikrokatheter unter Ultraschallkontrolle an den richtigen Ort transportiert werden. Diese Form der Verödung eignet sich vor allem für größerkalibrige Seitenastvarizen.
Inzwischen existieren auch hier ausgefeilte Behandlungsmethoden, mit denen kosmetisch und funktionell recht gute Ergebnisse erzielt werden können.
Nicht unterschätz werden sollte jedoch das Risiko der HAutverfärbungen nach Schaumverödung (wie auch nach "klassischer" Verödung. Das geronnene Blut kann, je nach Kaliber des behandelten Gefäßes zu Eisen-Ablagerungen unter der Haut mit nachfolgender Braunverfärbung führen. Diese Verfärbungen können lange Zeit, zum Teil sogar über Monate bestehen und im Einzelfall sogar überhaupt nicht verschwinden. Entgegen anderslautender Aussagen vor allem in der Fernsehwerbung solte aus unserer Sicht demnach die Schaumverödung bei Behandlung aus kosmetischer Begündung und Frauen mit entsprechendem kosmnetischem Anspruch nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden.
Nicht alles, was die Werbung verspricht, hält sie auch. Dieser im normalen Leben wohlbekannte Satz gilt natürlich - wen wundert´s - auch für entsprechend beworbene medizinische Behandlungen.